Freitag, 5. Februar 2010
Schneller fernsehen
Erwähnte ich eigentlich schon, dass der OnlineTVRecorder großartig ist? Vor allem seit man da US-Sender aufnehmen kann. Aktuell schaue ich z.B. gerade die achte Staffel 24, die auf Sky erst im März anläuft und im deutschen Free-TV erst ichweißnichtwannwahrscheinlichgegenendedesjahres startet. Schon eine tolle Sache, dieses Interdings.

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Donnerstag, 4. Februar 2010
Tagesprogramm für Freitag, den 5. Februar 2010
  • 8 Uhr: den Franzosen gegen ein Lösegeld von 1.100 Euro aus der Werkstatt befreien, wo ich ihn am Dienstag wegen einer "Routine-Inspektion" (ha-ha) abgegeben hatte. Update: erledigt, 8:17 Uhr
  • 9-12 Uhr: eine Website und einen Fachartikel fertig texten. Update: in Arbeit seit 8:40 Uhr erledigt 12.00 Uhr
  • 12.45 Uhr: vom Zahnarzt die Krone endlich dauerhaft auf dem Implantat festtackern lassen Update: Die provisorisch befestigte Krone saß
    noch so fest, dass alles so blieb, wie es war. Fertig gewesen um 13.10 Uhr
  • 13.30-15.30 Uhr: für die Umsatzsteuervoranmeldung die Buchhaltung für Dezember erledigen und das ganze Zeugs zur Steuerberaterin fahren Update: auf morgen vertagt
  • 15.30 Uhr: den Zwerg in der Kita abholen. Update: erledigt, 15.35 Uhr
  • 16 Uhr: Snowboard vom Wachsen und Kantenschleifen abholen. Update: erledigt, 13.45 Uhr
  • 16.30 Uhr: Schneeketten kaufen. Update: erledigt, 13.30 Uhr
  • 17-19 Uhr: freies Spielen mit dem Zwerg, der von sich sagt, er bzw. sie sei eine "Pressinin". Damit ist natürlich "Prinzessin" gemeint - was auch sonst bei einer Dreijährigen? Update: Ging natürlich etwas länger, schließlich mussten wir erst noch gegen Drachen, Hexen und Wölfe kämpfen.
  • 19 Uhr: Essen. Update: ausfallen lassen, da ich mittags zuviel gegessen hatte.
  • 20 Uhr: Zwerg ins Bett bringen. Update: Es wurde dann doch fast 9, ging aber extrem problemlos: Nachdem ich sie ins Bett gelegt hatte, verlangte sie noch ein Glas Wasser - als ich es ihr 30 Sekunden später brachte, schlief sie schon tief und fest.
  • 21 Uhr: Klamotten waschen und/oder bügeln, damit ich im Snowboardurlaub was zum Anziehen habe. Update: auf morgen vertagt
  • voraussichtlich 23 Uhr: tot ins Bett fallen Update: wird vermutlich etwas später...

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Donnerstag, 28. Januar 2010
Alle paar Tage wieder
Kaum ist eine Schneeflocke am Himmel zu sehen, fahren alle nur noch mit 30 durch die Stadt. Auch bei perfekt geräumten Straßen. Verdammte Renegaten und Karpeiten.

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Freitag, 22. Januar 2010
Gähn
Krank zu sein, hat ja nicht nur Vorteile, wie man denken könnte. Zu den Nachteilen gehört es z. B., sich einen langweiligen Schwachmatenfilm wie Watchmen ansehen zu müssen, nur weil er verfügbar ist. So eine Zeitverschwendung.

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Donnerstag, 21. Januar 2010
Buchsplitter-Stöckchen
Für Stöckchen, die man mir annen Kopp knallt, bin ich gerade dankbar. Denn wenn man (= ich) vollgepumpt mit Antibiotika zu Hause rumhängt, hat man (= ich) ja nicht unbedingt gute Ideen, um ein Blog (= dieses Blog) mit supidupi Inhalten zu füllen. Daher ein Dank an Kamil, der mir dieses Teil hier zugeworfen hat.

Step 1
Suche 5 Bücher aus deinem Bücherregel, unter deinem Bett auf dem Klo oder sonst wo her. Hauptsache du hast fünf Bücher zusammengesucht. Ob du die Bücher zufällig oder gezielt rausgesuchthast ist egal. Hauptsache 5. Nicht 4. Nicht 6. 5. Fünf.

Da ich sogar mehr als fünnef Bücher habe, habe ich ein paar davon ausgewählt. Was gar nicht mal so leicht war. Insgesamt sind es fünf Bücher geworden. Wer hätte das gedacht? Die fünf habe ich in folgender Reihenfolge aus dem Regal gezogen:
  1. Matt Ruff: Ich und die anderen. Den Autoren habe ich durch Kamil kennengelernt und habe bis jetzt bis auf seinen Erstling alle seine Bücher ("alle seine Bücher" = vier) gelesen. Auch dieses, aus den Ich-Perspektiven verschiedener multipler Persönlichkeiten erzählte, lohnt sich ohne Einschränkung.
  2. Albert Camus: Die Pest. Jahre her, dass ich es gelesen habe. Ich erinnere mich aber noch daran, wie großartig ich es fand und dass ich Ratten seit dieser Lektüre noch widerlicher finde und einen noch größeren Bogen um sie mache. Letzteres ist in Berlin übrigens manchmal wörtlich zu verstehen.
  3. Don DeLillo: Unterwelt. Das Buch hat mich vor ein paar Jahren im Frankreich- und Spanienurlaub weggeblasen. Die über vier Jahrzehnte gehende Handlung wird überwiegend rückwärts erzählt - ein absolut fesselndes Meisterwerk, das ich nicht aus der Hand legen konnte.
  4. Max Goldt: Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau. Dieses Buch habe ich zufällig aus vielen im Regal stehenden Werken dieses Autors ausgewählt. Wer ihn nicht kennt, sollte ihn kennenlernen. Ich schätze Goldt für seine Sprache, seinen Wortwitz, seine Gedanken, seine Assoziationsmassaker und seine großartigen Lesungen. Von Goldt kann (= sollte) man (= alle) alles lesen.
  5. Robert Gernhardt: Lichte Gedichte. Wer Goldt mag, muss Gernhardt lieben. Und umgekehrt. Ein intelligenter Sprachjongleur, der seinesgleichen suchte und leider viel zu früh gestorben ist. Wie für alle Bücher dieser Liste gilt auch hier: Lesebefehl!
Nach dieser langen Einleitung gehts jetzt gleich mal los mit dem Stockdingens. Aber ich musste eben erst noch zu allen Büchern was sagen schreiben.

Step 2
Was ist der erste Satz des ersten Buches?
Mein Vater rief mich heraus.

Step 3
Der letzte vollständige Satz auf Seite 50 des zweiten Buches?
Darin lag die Gewißheit, in der alltäglichen Arbeit.

Step 4:
Der zweite vollständige Satz auf Seite 100 des dritten Buches?
Ich lauschte dem Klappern der Turbinenblätter im Wind und fühlte den Hauch der Sciroccohitze, und meine Augen glitten tatsächlich langsam über die Reihen, und ich erspürte eine Art Wildheit, die mich umgab, den grimmigen Ansturm von Wetter und Wüste und diese alten, kraftvoll umgedachten Waffen, wie treffend war dieses Projekt, aber ich wußte, sobald ich alles gesehen hatte, würde ich keine Sekunde länger dort bleiben.

Step 5
Der vorletzte vollständige Satz auf Seite 150 des vierten Buches?

Ein Steckenpferd, das Unhöfliche mit besonderer Leidenschaft reiten, ist z. B. der unangemeldete Besuch.

Step 6
Der allerletzte Satz des fünften Buches?

Beifällig nickt dazu Gevatter Tod.

Finale
Bilde aus den 5 Sätzen eine Geschichte.

Ein Steckenpferd, das Unhöfliche mit besonderer Leidenschaft reiten, ist z. B. der unangemeldete Besuch. Mein Vater rief mich heraus. Ich lauschte dem Klappern der Turbinenblätter im Wind und fühlte den Hauch der Sciroccohitze, und meine Augen glitten tatsächlich langsam über die Reihen, und ich erspürte eine Art Wildheit, die mich umgab, den grimmigen Ansturm von Wetter und Wüste und diese alten, kraftvoll umgedachten Waffen, wie treffend war dieses Projekt, aber ich wußte, sobald ich alles gesehen hatte, würde ich keine Sekunde länger dort bleiben. Darin lag die Gewißheit, in der alltäglichen Arbeit. Beifällig nickt dazu Gevatter Tod.

Fazit
Ich schließe mich Kamlis Fazit an: Das ergibt irgendwie fast so etwas Ähnliches wie Sinn, aber ich hätte mir das Ergebnis - gerade auch bei den vier sehr unterschiedlichen Stilrichtungen - amüsanter vorgestellt.

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