Hasta la vista, Real
Der größenwahnsinnige gut wirtschaftende vernünftige amtierende Präsident von Real Madrid, Florentino Perez, hat die Einführung einer europäischen Super-Liga gefordert, in der "die Besten immer gegen die Besten spielen". Schon klar - aber was hat das dann bitteschön mit Real zu tun? Die waren ja schließlich seit 2003 nicht mehr unter den acht besten Vereinen Europas.

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kamil, Dienstag, 7. Juli 2009, 15:04
So was wär ne spannende Idee für die Sommerpause, aber sonst eher hirnrissig. Der derzeitige Champions-League und UEFA-Cup (jetzt Euro-League?) Modus gefällt mir recht gut.

Ich wäre eher dafür, dass man einen Maximal-Etat einführt und maßlose Überverschuldungen diverser Vereine, und damit auch Wettbewerbsverzerrung, verhindert ;)

kreuzberger, Dienstag, 7. Juli 2009, 16:23
Ich halte Perez ohnehin für... (jetzt fällt mir doch kein passendes Wort ein, das nicht justiziabel ist...) Eine solche Liga wäre letztlich eine reine Zirkusnummer ohne sportlichen Wert und die "Besten" wären dann irgendwann nur noch irgendwas zwischen Tanzbären und den Harlem Globetrotters. Nette Show, aber auch nicht mehr. Und Perez übersieht außerdem, dass es ja gerade den Reiz des Sports ausmacht, dass die Kleinen auch mal "die Besten" rauswerfen. (Phrasenschwein, ick hör Dir trapsen.)

Obergrenzen für Etats und Spielergehälter fände ich auch sinnvoll. In den USA geht das ja auch, warum also nicht in Europa? Und ob solche Fantasietransfers wie in diesem Sommer - wie bei Ronaldo, Kaka und Gomez - unbedingt nötig sind, wage ich ja auch mal zu bezweifeln. Insbesondere, wenn der kaufende Verein ohnehin hochverschuldet ist.

foxxi, Dienstag, 7. Juli 2009, 17:27
Der Hoeneß Uli, der Rummeniges Kalle und die Lichtgestalt sind bestimmt völlig aus dem Häuschen, das wollen die doch schon so lange.

Mir wär's recht, endlich keinen Bauern München mehr in der Bundesliga ...

kreuzberger, Dienstag, 7. Juli 2009, 18:10
Rummenigge hat zumindest im März noch gesagt, da sei nix dran. Und wenn das im Focus steht, muss es ja stimmen. Schließlich ist das ein superseriöses Faktenmagazin, dessen Chefredakteur sogar an der Bayern-Quelle sitzt. Ich denke tatsächlich auch, dass die sich damit ins eigene Knie schießen würden - denn in einer "Super-Liga" wären sie die graue Maus, die nur selten um den Titel mitspielt. Und das würde sicher arg am Selbstverständnis des "forever number one"-Klubs rütteln.