Hau endlich ab!
Vorgestern wieder an einen alten Bekannten denken müssen. Er hatte uns im letzten Jahr ohne Einladung ziemlich überraschend besucht und war für einige Zeit geblieben. Die Wochen - oder waren es gar Monate? -, die er bei uns war, verbrachte er im Wohn- und Schlafzimmer. Zunächst hatte wir ihn gar nicht weiter bemerkt, denn er hatte einen uns unbekannten Weg durch die Wand gefunden, um unser Zuhause mit seiner Anwesenheit zu bereichern.

Eines kalten Wintertages, als die weißen Flocken Kreuzberg in ihr zartes, vergängliches Kleid hüllten, entdeckten wir ihn dann. Er hatte sich im Wohnzimmer hinter dem Sofa versteckt, dessen Rückseite er in sein grünliches, pelziges Kleid gehüllt hatte. Mit den Regalen daneben und der Wand dahinter hatte er auch schon eine innige Freundschaft geschlossen und im Schlafzimmer hatte der schimmlige Gesell ein kleines Eckchen in Beschlag genommen. Wir jagten ihn mit Schimpf, Schande und ein wenig Gift von dannen.

Vor kurzem war er wieder für kurze Zeit da, die neue Couch gefiel ihm offensichtlich auch...

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