Montag, 13. November 2006
Dog Vader
Der Großbloggbaumeister empfiehlt heute Katzenbilder, wenn man gerade kein anderes Thema für die Bloggerei hat. Ich setze dagegen eher auf Hunde.

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Endlich frei
Heute morgen knapp 300 ungelesene Artikel im Feedreader. Da wirkt es ungemein befreiend, einfach "Mark all read" zu klicken.

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Sonntag, 12. November 2006
When we were young
Auf last.fm schallt mir auf einmal Phil Collins' "In the air tonight" entgegen. Und die Erinnerungen an eine lange versunkene Zeit tauchen wieder auf: 9. oder 10. Klasse, Wandertag, irgendwo in der norddeutschen Tiefebene. In meiner Erinnerung laufen wir über einen breiten, direkt auf den Horizont zuführenden Sandweg, links und rechts krüppelige Nadelbäume, die Sonne brennt. Einer der coolen Mitschüler - zu denen der Kreuzberger damals eher weniger gehörte - hat einen Ghettoblaster dabei. Und genug Batterien, um sein Riesengerät so weit aufzudrehen, dass die vermutlich in der Nähe lebenden Hasen und Füchse sich beim "Gute Nacht"-Sagen nicht mehr hören können.

Der collinsliebende Klassenkamerad schwadroniert beim wiederholten Abspielen des Songs - "Play" drücken, anhören, zurückspulen, bis das Zählwerk auf "000" steht, und wieder "Play" drücken - irgendwas von der Solodebüt-Trommelei des Genesisdrummers. Ich glaube ihm ehrfürchtig - denn er ist der Klassenmusiker, spielt auf den Feten "Smoke on the water" auf der Gitarre. Wenn seine Saiten dort später am Abend durch vinylige A- und B-Seiten abgelöst werden, beobachten wir ungelenken Jungs die locker tänzelnden Mitschülerinnen, die zu "Down under", "The Wall", "You're in the army now" oder dem "Safety Dance" tanzen. Wenn wir dagegen unsere Körper bewegen, wollen wir uns vor allem nicht vor den Mädels völlig zum Nappel machen. Und dann legt auf einmal jemand einen langsamen Song wie "Dream on" oder "In the air tonight" auf. Die Möchtegernmänner werden innen hektisch und außen verkrampft. Wir wollen schwoofen, irgendeinen weiblichen Körper an uns drücken - aber wie fragt man die Klassenschönheiten? Oder zumindest die Klassenhalbschönheiten? Oder überhaupt irgendein Mädchen? Und wie bringt man die drei Minuten engen Körperkontakts, den man gleichzeitig ersehnt und so sehr fürchtet, halbwegs souverän über die Bühne?

Irgendwann tanze auch ich auf Klassenfeten oder in der Disco mit dem einen oder anderen Mädchen. In den Tanzpalästen mache ich mich bei den langsamen Runden zusammen mit meinen Kumpels auf die Pirsch, immer im Kreis um die Tanzfläche. Auf der Suche nach einem willigen Opfer hübschen Mädchen, das man für ein oder zwei Songs an sich pressen kann. Eine kurze Illusion der Nähe, im Idealfall mit ein wenig Rumgeknutsche. Dann legt der DJ wieder einen schnellen Track auf, man löst sich verschämt voneinander. "Tschüß, vielleicht bis später." "Ja, bis dann." Und dabei meint man doch eigentlich: "Wenn 'In the air tonight' das nächste Mal läuft, treffen wir uns wieder hier. Zum Körperaneinanderreiben und zum schüchternen Austausch juveniler Körperflüssigkeiten."

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Kurz erinnert: Petition unterschreiben
Nicht vergessen: Ihr könnt diese Petition gegen den Einsatz von Wahlcomputern nur noch bis zum 28. November hier unterzeichnen. Also hin da, falls Ihr das immer noch nicht gemacht habt.

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Samstag, 11. November 2006
Gruselige Weihnachten
Billy Idol singt "White Christmas". Mit seinen ganzen gestischen und mimischen Möglichkeiten: hoch gezogene Oberlippe, geballte Faust... Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll.



via B3ta

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Es kommt auf die Größe an
Mein alter Freund Scott hat mir geschrieben. Er hat wohl das hier gelesen und will, dass ich mich besser fühle:

"This is what you always needed to lead a happier, more fulfilling life."

Da bin ich ja mal gespannt, was er mir zu bieten hat:

"Prepare to see chicks going crazy after you flash your improved tool - more inches in just months!"

Ich wusste gar nicht, dass Scott zum Werkzeugmacher umgeschult hat. Aber schon nett, dass er mein Werkzeug verbessern will. Andererseits - wenn z.B. ein kleiner Schraubenzieher größer ist, wie passt er denn dann noch in die kleinen Schrauben rein? Und wieso macht das die Frauen wild? Fahren die Chicks etwa drauf ab, wenn ich Ihnen große Kneifzangen oder Bohrmaschinen zeige? Aber weiter im Text:

"You don't need to spend huge money on luxury items - it all will be worthless without decent physical equipment."

Da hat Scott natürlich Recht. Man kann den fettesten Luxusshit kaufen - wenn man nicht die richtige technische Ausstattung hat, ist das alles schnell nix mehr wert. Denn ohne das richtige Toolteil kann man ja Bentleys oder IWC-Uhren nicht reparieren. Schau ich also am besten gleich mal auf Scotts neuer Seite http://kryptischeinternetadresse.com vorbei...

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Freitag, 10. November 2006
Kreuzberger Superstar
Man glaubt es kaum, aber bislang reagierten immer alle gleich, wenn der Kreuzberger die Umwelt mit seinem Gesang beglückte: "Ochnö", "Du triffst ja gar keinen Ton", oder "Lass mal, ich kenn den Song, brauchste wirklich nicht vorzusingen."

Aber das hat jetzt ein Ende, denn ich habe endlich jemanden gefunden, der meine Sangeskünste zu würdigen weiß. Das wunderschöne Mädchen verstummt, sobald meine melodische Stimme erklingt, und schaut mich mit großen Augen an. Und jetzt alle: La le lu, nur der Mann im Mond schaut zu...

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Mehr Binde-Striche!
Bevor er sich zur Bettruhe legte, öffnete er seine Bettruhe. Darin befanden sich neben vielen anderen schönen Dingen auch zwei Druckerzeugnisse: sein Druckerzeugnis und seine Bibel. Der Drucker nahm letztere heraus und betete für mehr Bindestriche in dieser Welt.

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Donnerstag, 9. November 2006
Sport führt direkt in die Hölle
Gestern doch tatsächlich schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche beim Sport gewesen. Aber was will der iPod mir damit sagen, wenn er zufällig gleich als erstes Lied das hier spielt:



Update: Mittlerweile weiß ich, dass das digitale Musikabspielgerät sich dabei wohl ungefähr das hier dachte: "Dieses Lied spiel ich nur für Dich. Denn morgen abend wirst Du höllischen Muskelkater haben. Solltest halt regelmäßig zum Sport gehen und nicht nur alle drei Monate, um Dein schlechtes Gewissen zu beruhigen." Und jetzt schmerzt mein gesamter Oberkörper und ich muss auch noch zugeben, dass der blöde Apfel mit seiner Prognose Recht hatte.

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Klare Augenblicke
Nach dem Aufstehen kurz gewundert, dass ich in meinen Träumen jederzeit den absoluten Durchblick hatte. Dann im Bad festgestellt, dass meine Kontaktlinsen noch in den verquollenen Augen waren.

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