Dienstag, 26. September 2006
Gehirnschlag dank Google-Video
Ansehen, mitsingen, Choreografie einstudieren, nachtanzen, delirieren, durchdrehen:

via Nerdcore via Finja

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Ohne Geld in Kino mit Borat, der Ali G. war
Ex-Ali G., bringt am 2. November als Borat aus Kasachstan seinen neuen Film ins Kino. Der Titel: "Borat - Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen". Hier gibts den Trailer und man kann sich den kompletten kasachischen Knaller sogar vorab in "Ohne Geld Kino-Vorstellungen" ansehen, und zwar inklusive "sexy Begleitung". Der Kreuzberger wird das am 23.10. in Berlin erledigen. Anmelden für Kino ohne Kohle in einer von 13 Städten kann man sich hier.

Trailer via Fünf Filmfreunde.

Update: Was ich von dem Film halte, steht hier.

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Danke für diesen guten Morgen (II)
Warum suchen hier eigentlich in den letzten Tagen so viele Leute nach Danke für diesen guten Morgen? Neue Religiosität? Musikliebhaber auf der Suche nach den Lyrics für ihren Lieblingstrack? Oder wie oder was?

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Babygeruch
Bis vor kurzem wusste ich nicht, dass Babys einen ganz eigenen Geruch haben. Jetzt habe ich ihn gerade im Büro an meinen Fingern gerochen und bin beruhigt.

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Sonntag, 24. September 2006
Lesestunde mit dem Kreuzberger
Die geschätzte Miss Sophie hat mir vor einiger Zeit mein erstes Stöckchen zugeworfen. Ich war (und bin) derzeit ein wenig abgelenkt, nehme mir jetzt aber endlich mal ein wenig Zeit dafür. Die Frage: Welche zehn Bücher verstauben un- oder angelesen in meinem Regal. Die Antwort ist gar nicht so einfach, da ich kaum an meinem Lieblingsantiquariat oder anderen Buchhandlungen vorbeigehen kann, ohne etwas zu kaufen. Ich werde mich also wohl etwas beschränken müssen, wenn ich nur zehn Titel nennen soll also wohl ein paar mehr Titel nennen müssen. Genug der Vorrede, jetzt gehts looos:

Das Gesangbuch meiner Oma
Es ist eine ganze Zeitlang her, dass meine Oma gestorben ist. Seit auch mein Opa fort ist, steht ihr Gesangbuch in meinem Bücherregal. Es ist 1952 in Frakturschrift erschienen und voller kirchlicher Lieder. Die letzten Worte lauten: "Aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer." Meine Oma war nicht besonders religiös und ich bin es gar nicht - es wird wohl weiter als ungelesene Erinnerung im Regal stehen.

Neal Stephenson: Quicksilver
Ich habe bislang zwei Werke des ehemaligen Science-Fiction-Autors gelesen: Diamond Age und Cryptonomicon - beide grandios, intelligent und verschachtelt erzählt. Diese gut 1100 Seiten des ersten Bandes seiner Barock-Trilogie habe ich günstig in einem Antiquariat geschossen. Das einzig Abschreckende ist die äußerst hässliche Cover-Gestaltung mit geprägten versilberten Buchstaben. Erinnert fatal an die grottigen englischen Taschenbücher, deren Einbände fast immer nach Schund galore aussehen. In Kürze werde ich es aber trotzdem von dieser Liste streichen können.

Fjodor M. Dostojewski
Eine günstige Gesamtausgabe, von der ich bislang nur den Idioten las. Es stehen noch aus: Der Jüngling, Die Brüder Karamasow, Schuld und Sühne, Die Dämonen und zwei Bände mit Romanen und Erzählungen. Das ist keine ganz leichte Kost - ich sage nur: jeder hat gefühlte drei verschiedene Vor- und/oder Nachnamen, die durch verschiedene Kose- und Spitznamen ergänzt werden. Ohne das Namensregister ist man da aufgeschmissen. Die Bücher sind außerdem auf superdünnem Papier und circa in Schriftgröße 3 gedruckt. Aber ich werde trotzdem in sie eintauchen.

Edgar Allan Poe
Noch eine Gesamt(?)-Ausgabe aus einem Antiquariat. Mit dem ersten Band habe ich schon angefangen - ich lese der Prinzessin in unregelmäßigen Abständen Geschichten daraus vor. Die anderen drei Bände werden nach und nach folgen.

Kurt Tucholsky: Ausgewählte Werke 1 & 2
Ich liebe Tucholsky, seit mein Vater mir vor Jahren meinen ersten Sammelband schenkte. Es gab bislang nur ganz wenige deutsche Autoren, die so gut mit unserer Sprache umgehen konnten. Jeder Versuch, diesen genialen Journalisten, Schriftsteller und kritischen Beobachter seiner Zeit adäquat zu beschreiben, überstiege meine Möglichkeiten. Mittlerweile habe ich vier verschiedene Bücher mit seinen gesammelten Werken und natürlich Schloss Gripsholm. Ich werde sie lesen.

Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werther
Zuverlässige Quellen behaupten, es handele sich - nicht nur wegen seines Einflusses auf suizidgefährdete Jugendliche - um ein tolles Buch. Ich habe auf der Oberstufe dreimal versucht, es für meinen Deutschkurs zu lesen - und bin jedesmal eingeschlafen, weil ich es sooo langweilig fand. Ich hätte es wohl einfach nicht immer abends im Bett anfangen sollen. Vielleicht schaffe ich es ja beim nächsten Mal.

Anthony Burgess: Uhrwerk Orange
Dieses Buch inspirierte den genialen Stanley Kubrick zu seinem gleichnamigen Film, der die Welt bei seinem Start schockierte und für heftige Proteste sorgte. Ich liebe Kubricks Werke - deshalb kaufte ich es für einen Euro auf dem Arkonaplatz-Flohmarkt. Wenn ich bereit für eine ungewöhnliche Sprache und ein wenig Gewalt bin, werde ich es auch lesen.

Arthur C. Clarke: 2001. Odyssee im Weltraum
Zusammen mit Uhrwerk Orange gekauft und aus demselben Grund: Kubricks Filme, die ich nicht erst seit einem Kubrick-Uni-Seminar liebe. Das Buch zum Film werde ich eines Tages zu einem Teil von mir werden lassen.

Thomas Mann: Der Zauberberg
Muss man mal gelesen haben, heißt es. Ist ein Buch, das man sich erarbeiten muss, sagt man. Das sind Gründe, die einen vom Lesen abhalten, sage ich. Zumindest bislang.

Siegfried Lenz: Deutschstunde
Noch son Buch, das man wohl mal gelesen haben sollte. Hab ich aber (noch?) nicht.

Stanisław Lem: Solaris
Neben der Tarkowski-Verfilmung hatte ich noch einen Grund, dieses Buch - natürlich - in einem Antiquariat zu kaufen: Die anderen Bücher, die ich von Lem gelesen hatte. Er wurde oft als reiner Science-Fiction-Autor verkannt - wer ihn liest, stellt aber fest, dass seine Werke die Werke eines großen Philosophen sind. Bisweilen allerdings auch ebenso anspruchvoll geschrieben.

Franz Kafka: Romane und Erzählungen
Habe über einen längeren Zeitraum immer wieder drin gelesen, mehr als die Verwandlung, das Urteil und einen Teil des Schlosses habe ich nicht geschafft. Aus Gründen, an die ich mich nicht mehr genau erinnern kann, habe ich irgendwann einfach nicht mehr reingeschaut. Schade, sollte ich nachholen.

William Shakespeare: Gesammelte Werke
Diverses daraus kenne ich natürlich aus Schule, Theater oder Verfilmungen - aber eigentlich würde ich den Rest auch gerne mal lesen. Wenn mal Zeit ist. Irgendwann.

Außerdem im Angebot
Neben diversen anderen noch zu lesenden Büchern stehen da auch noch Kleist (Werke), Schiller (Gedichte), Tolkien (Lord of the rings), Hugo (Glöckner von Notre Dame), Jelinek (Lebewohl), Tabori (Brecht-Akte), Gaarder (Sofies Welt), Goldhagen (Hitlers willige Vollstrecker)...

Das waren 29 Bücher - und um eine runde Zahl draus zu machen, gibt es noch ein Bonusbuch:

Robert Gernhardt: Später Spagat
Ich werde es sofort lesen, sobald Amazon es nächste Woche liefert. Jeder, der die deutsche Sprache schätzt, sollte voller Ehrfurcht vor Gernhardt niederknieen und sein Werk bewundern. Ein ganz Großer, leider viel zu früh gegangen.

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Freitag, 22. September 2006
Saubere Sache
Kids, don't try this at home.

via B3ta

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Aus dem schönen Wörtersee (IV)
Auslaufzeremoniell - daran hätte ich ja eher in diesem Zusammenhang gedacht.

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Die Simpsons kommen nach Hannover
Hier gibts mehr Infos für alle Fans.

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Donnerstag, 21. September 2006
Der Mörder ist immer der Gärtner

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Mittwoch, 20. September 2006
Bloggen? Wird eh überschätzt.
Interessant zu sehen, wie sich die Prioritäten verschieben, wenn man Vater ist. Vorher dachte ich 645-mal am Tag: "Dazu könnte ich ja nachher mal was ins Interweb reinkritzeln." Und ich besuchte 7658-mal täglich irgendwelche anderen Blogdingse. Und jetzt? Seit Tagen lese ich kaum noch andere Seiten und bevor ich hier was reinschreibe, schau ich mir lieber meine wunderschöne und -volle, spannende, grandiose, faszinierende [bitte diese Reihe selbstständig fortführen] Carlotta an.

Wie dieser Text dann zustande kommt? Ich tippe mit rechts und halte meine Schöne dabei im linken Arm. Es fällt mir schwer, mich auf Inhalt, Grammatik und Orthografie zu konzentrieren, weil meine Augen permanent den Monitor verlassen. Wenn sie den Weg zurück auf den Bildschirm finden, korrigiere ich erstmal die Tippfehler. Nachdem ich so rund eineinviertel Stunden dran geschrieben habe, endet dieser Eintrag ohne Pointe genau hier

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